Rekawka – Volksfest mit Tradition


Diesen Namen trägt ein Volksfest, das am Dienstag nach Ostern (23. April 2019) auf der Lasota-Anhöhe, nahe dem Krakushügel und dem Benediktenkirchlein stattfindet. Früher wurden während der Feierlichkeiten Lagerfeuer entzündet und Fechtturniere ausgerichtet. Den Armen und Bedürftigen wurden dabei Speisen und Geld zugeworfen. Das wurde allerdings später verboten. Was also übrig geblieben ist, sind die Spiele: das Pfahlklettern, das Sackrennen und der Jahrmarkt. Das Volksfest findet nach wie vor auf dem Feld vor der Kirche statt; seit einigen Jahren wird aber auch unter dem Krakushügel ein mittelalterliches Dorf aufgebaut, in dem Alltagsleben, Handwerskünste, Kleider und Waffen der altslawischen Urbevölkerung lebendig werden.

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Das Vier-Sterne-Hotel Pod Roza verfügt über 57 schöne Zimmer und befindet sich im Zentrum von Krakau. Das Pod Roza ist das älteste Hotel in Krakau und beherbergte seit dem 17. Jahrhundert schon viele berühmte Gäste. Vom glasüberdachtes Fitnesscenter hat man einen traumhaften Panoramablick auf die Altstadt.

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Das schöne Hotel Ester befindet sich im Herzen von Kazimierz, Krakaus historischem jüdischen Viertel, nur 20 m von der Alten Synagoge entfernt. 

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Kazimierz ||

Das Hotel mit nur 23 Wohneinheiten befindet sich in Kazimierz, dem berühmten jüdischen Viertel. Das Stadtzentrum liegt in nächster Umgebung und bietet jede Menge Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten.

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Rekawka in Krakau

Volksfest beim Krakus-Hügel an Osterdienstag

Der Krakus-Hügel ist einer von vier künstlichen Hügeln in der polnischen Großstadt Krakau, der Hauptstadt von Kleinpolen, die ein geschichtliches Wahrzeichen aus vergangenen Jahrhunderten sind. In direkter Nähe zum Krakus-Hügel wird auf der „Lasota Anhöhe“ alljährlich am Dienstag nach dem Osterwochenende ein Volksfest namens „Rekawka“ gefeiert. Seinen Ursprung hat es der Legende nach in der vorchristlichen Zeit. Bereits in den Jahrhunderten vor Christi Geburt wurde an diesem Ort in jedem Frühjahr das slawische Totenfest gefeiert. Rekawka bedeutet im tschechischen Sprachgebrauch Sarg, und in der serbischen Sprache heißt Rekawka Grab.

Totenfeier mit Leichenschmaus bis in die 1830er Jahre

Dieser altertümliche Brauch hat das Christentum bis in die heutige Zeit hinein überdauert beziehungsweise außer Acht gelassen. Noch bis in die 1830er Jahre hinein wurden hier beim Krakus-Hügel ausschweifende Totenfeiern veranstaltet. Heutzutage ist Rekawka eine organisierte, man könnte sagen durchgestylte Tag-/Nachtveranstaltung. Sie hat einen regelrechten Volksfestcharakter mit einem künstlich aufgebauten Dorf unterhalb des Krakus-Hügels. Hier wird das historische Alltagsleben der altslawischen Urbevölkerung dargestellt und präsentiert. Zu sehen sind Handwerkskünstler, Bekleidung, Waffen, Handwerks- und Haushaltsgeräte sowie vieles mehr.

Vor einigen Jahrhunderten gestaltete sich der Osterdienstag noch ganz anders. Damals wurden im Rahmen der Feierlichkeiten Lagerfeuer entzündet sowie Fechtturniere mit scharfen Degen und Säbeln ausgetragen. Arme und Bedürftige wurden beköstigt und freigehalten. Daraus entwickelten sich im Laufe der Zeit, auch durch die österreichischen Besatzer beeinflusst, weniger gefährliche Spiele wie Pfahlklettern oder Sackrennen. Was jedoch von der früheren in die heutige Zeit übernommen wurde, das ist der Jahrmarktcharakter am Krakus-Hügel. Heutzutage gehören Trödler, Gaukler, Handwerker sowie ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken dazu.

Auch in die 2000er Feierlichkeiten von Krakau als Kulturhauptstadt Europas wurde das historische Festival hier am Fuße des Krakus-Hügels mit eingebunden. Sowohl für Einheimische als auch für Touristen gehört es zu den Krakauer Attraktionen an jedem Osterwochenende.